Kunst macht sichtbar. – Dieser Gedanke steht hinter meinem Schaffen. Unsichtbares sichtbar zu machen. Vergessenes aus der Phantasie hervorzubringen und in eine Welt einzutauchen, wie sie nur die Kunst hervorbringen kann.
— Heinz Rupp
 
 

Anna-Marlenes schier grenzenloses Interesse für Neues geben die nur punktuell angedeuteten Lebensstationen ganz gut wieder: Ein Berliner Chemie-Studium wird durch eines der Französischen Literatur an der Pariser Sorbonne ausgetauscht. Es folgt Jazzgesang an der renommierten Hochschule Hanns Eisler – und als ob das noch nicht genug wäre – eine Ausbildung an der Babelsberger Filmhochschule Konrad Wolf, die älteste und größte dieser Art Deutschlands. 

Während all der Zeit ist sie als Sängerin und Komponistin an zahlreichen Pop- und Jazzprojekten sowie Big Bands beteiligt. Außerdem schreibt sie Musiken für Filme, Dokus und Hörspiele. Die Produktion des Dokumentarfilms „Awalatje - die Hebammen“ führte sie unlängst sogar bis nach Äthiopien. Dort traf sie sich für Tonaufzeichnungen mit namhaften Jazzmusikern. Weil es schnell gehen musste und es die Umstände erforderten, fanden die letzten Aufnahmen eines Masinkos, eine Art Cello mit nur einer Saite, auf der Rückbank eines Taxis auf der Fahrt zum Flughafen statt. Auf den letzten Drücker erreichte sie ihr Flugzeug und trat ganz beseelt den Rückflug nach Deutschland an. Kurze Zeit später erhielt sie dort für Komposition und Produktionsleitung ihres Debütalbums „Tagtraum“ den Deutschen Musikautorenpreis.

Alles zur Filmmusik von Anna-Marlene Bicking: www.a-m-bicking.de